Nachdem Anfang August die Begleithundeprüfung stattgefunden hatte, startete Ende August der Lehrgang zur erschwerten Begleithundeprüfung (BHPS). Die Erschwernis liegt in den höheren Anforderungen an den Gehorsam, das frei bei Fuß laufen und an einen ausgeprägten Finderwillen. Bei der BHPS soll der Teckel in zwei Prüfungsteilen den Spuren fremder Personen – und nicht der des eigenen Führers – folgen.
Vier Mensch/Hund-Teams erschienen zum ersten Übungstag und durchliefen den gesamten Lehrgang. Alte Hasen könnte man fast sagen, denn alle Teilnehmer hatten bereits eine BHP erfolgreich absolviert und wussten, wie mit einem Lehrgangsgeschehen umzugehen ist.
Jede Lehrgangseinheit begann für einige Minuten mit dem Laufen bei Fuß. Damit wurden die Dackel darauf eingestimmt, dass nun die Arbeit begann, Konzentration gefordert wurde und nicht gespielt werden sollte.
Nach sieben Übungs-Sonntagen bei meist gutem Wetter war es endlich so weit: am 11. Oktober fand die Prüfung unter Leitung von Markus Kleinberg in den Main-Wiesen Klein-Auheims statt.
Der erste große Übungsblock war der Nasenarbeit des Teckels und dem Suchen und Finden gewidmet. Eine fremde Person geht eine 300 Meter lange Spur mit zwei rechtwinkeligen Haken, legt unterwegs drei Holzscheiben ab und versteckt sich anschließend. Der Teckel hat nun an der Leine seines Führers, der das Legen der Spur nicht sehen durfte, die Aufgabe, der Spur zu folgen, die Holzscheiben und die versteckte Person zu finden. Beim Verlust von zwei Holzscheiben oder des nicht Auffindens der versteckten Person wäre der Teckel durchgefallen. Alle Teilnehmer hatten diese Übung bestens absolviert, jeder in seinem individuellen Tempo, von rasant bis gemächlich. Die maximal mögliche Zeit von 20 Minuten wurden von keinem Gespann benötigt. Alle vier geprüften Teckel bestanden diesen Prüfungsteil.


Als nächstes folgten das Suchen und Bringen eines Apportels, dem sicherlich anspruchsvollsten Übungsteil. Von einem Helfer wird mit einem Bringgegenstand (idealerweise ein Lieblingsgegenstand des Teckels) eine 200 Meter lange Schleppe gezogen. Danach hat der Teckel nicht angeleint die Aufgabe, die Spur zu finden, das Apportel aufzunehmen und zum Hundeführer (HF) zurückzubringen. Diese Aufgabe wurde leider nur von einem Teckel erfolgreich absolviert.
Nach zwei anstrengenden Stunden benötigten Menschen und Hunde eine Pause. Nach der Rückfahrt zum Klubgelände stärkten sich alle Beteiligten bei einem rustikalen (zweiten) Frühstück.
Danach stellten die Teams auf dem Klubgelände ihren Gehorsam unter Beweis.
Gleich zu Beginn des Lehrgangs wurde geübt, dass zwei Teams gleichzeitig den Gehorsam aus der Bewegung unter Ablenkung unter Beweis stellen. Dabei wurden die Teckel abwechselnd frei geführt, aus der Bewegung abgelegt und wieder abgeholt. Die genaue Beschreibung der Choreografie dieser Übung erspare ich mir an dieser Stelle, kann aber auf der DTK-Homepage nachgelesen werden. Kein Problem für alle Teckel.

Der zweite Prüfungsteil war schon anspruchsvoller. Die Mensch/Hunde-Teams und ein paar rot-weiße Pylone bildeten einen Kreis. Ein Gespann umrundete nicht angeleint die anderen Teams und Pylone in Form einer Acht. Danach wurde der Teckel in der Kreismitte abgelegt, der HF umrundete das Kreisgebilde und holte seinen Hund wieder ab. Für alle Hunde kein Problem, denn sie hatten gelernt frei an der Seite ihres HF zu gehen.

Im dritten Teil sollten die Teckel unter Beweis stellen, dass sie bei geöffneter Tür einige Minuten im Auto warten konnten, während sich der Hundeführer mit Sichtverbindung vom Fahrzeug entfernt und ein fremder Hund mit Hundeführer am Auto vorbeigeht. Kein Problem für die gehorsamen Teckel.

Insgesamt bestanden alle Teckel die Gehorsamkeitsprüfung mit der Höchstpunktzahl.
Nach Abschluss aller Prüfungsteile bedankte ich mich bei Markus Kleinberg, der in unserem Klub kein Unbekannter ist, für sein faires Richten und seine beruhigende Art, mit der er unsicheren Prüflingen eventuell vorhandene Ängste nahm. Mein Dank galt ebenso Inge, die mit mir gemeinsam die Lehrgangsleitung innehatte, sowie Moni, die mir viel Arbeit abnahm und Michaela für die umfangreichen administrativen Tätigkeiten. Ein großes Lob ging an die Prüfungsteilnehmer Moni, Laura, Jürgen und Marco. Die vier waren ein super Team, in dem jeder mit dem anderen mitfieberte und in dem kein Neid aufkam.
Im Einzelnen bestanden die Teckel folgende Prüfungen:
BHPS gesamt
Dion Henri vom Selterser Grund FCI (Henri), geführt von Jürgen Hartmann
BHPS 1+2
Bärbe vom Murtalblick (Bärbel), geführt von Monika Raab
David vom Brendelstein FCI (Loki), geführt von Marco Braun
Va Bene All it’s glory FCI (Hope), geführt von Laura Fecher

Übrigens: zur Feier des Tages und zum Abschluss der Prüfung gab es von Moni selbst gemachte Hamburger mit grüner Soße. Lecker. Ein würdiger Abschluss.

Eva Janzen, Prüfungsleiterin