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Das Wandern ist des Müllers Lust.

 

Unter diesem Motto stand am 3. Oktober unsere Dackelwanderung. 47 Frauchen und Herrchen mit ihren Dackeln starteten um 10.00 Uhr zu einer ca.6 Km langen Wanderung. Als Ziel hatten wir das Naturschutzgebiet um die Steinbrüche, das Streuobstgelände „Gailenberg“ (eines der größten Streuobstgelände in Hessen) und den Steinheimer Galgen ausgesucht. Unser Weg führte uns über die Canyon Brücke, von der wir die wunderschöne Seelandschaft überblicken konnten. Nach dem Ende des Basaltabbaus 1982, entstand hier eine beeindruckende Seelandschaft von mehr als 61 Hektar Gesamtfläche, davon ca. 22,5 Hektar tiefblaue Wasserfläche. Zur Rekultivierung wurden 120000 Bäume, meistens Eichen und Buchen, sowie ca. 7000 Sträucher gepflanzt. Um einen Eindruck von der Größe bzw. der Höhe des früheren Steinbruchs zu bekommen stiegen wir über eine steile Treppe bis zum Wasserspiegel hinunter. Dort angekommen verschlug es dem einen oder anderen beim Anblick des Gesteins doch die Sprache. Ich hatte mich über die geologische Entstehung kundig gemacht. Das Emporquellen glutiger Basaltmassen aus dem Erdinneren stammt von den Lavaströmen des explodierten Vogelsberg- Vulkan aus der Zeitepoche vor 15-17 Mio. Jahren.

 

 

   
     

 

Nun führte uns der Weg zum Gailenberg. Geologisch besteht der Gailenberg im Untergrund aus einer teilweise bis zu 18 Metern dicken Basaltschicht. Darüber lagern Sandschichten (Flugsanddünen), die aus heftigen Stürmen aus westlichen Richtungen vor ca. 20.000 Jahren stammen. Darüber befindet sich eine dünne Humusschicht, die nur einen mageren Bewuchs zulässt. Erste menschliche Spuren finden sich hier vor etwa 40.000 Jahren, was altsteinzeitliche Funde (Abschläge aus Chalzedon) beweisen. Durch den vulkanischen Untergrund entwickelte sich ein im Sommer fast mediterranes Klima. Einer der Gründe warum sich bis zum Dreißigjährigen Krieg hier Weinberge der Bauern aus Dietesheim und Lämmerspiel befanden. Heute findet man seit einigen Jahren nur noch einen Weinberg mit 99 Weinstöcken der Rebsorte „Weißer Burgunder“ der von einer Interessengemeinschaft betrieben wird. Das ca.1,5 Quadrat Kilometer große Gelände ist größtenteils mit Apfel, Birnen und Kirschenbäumen bewachsen. Von der Qualität der Äpfel überzeugten sich einige unserer Wanderer indem sie die frisch vom Baum gepflückten Früchte genießen konnten.

Nun führte uns der Weg wieder zurück in den Wald zum „Steinheimer Galgen“Er wurde 1547 erstmals erwähnt. Ich hatte mich kundig gemacht und konnte die Geschichte des vorbestraften Wegedieb Clomann und seiner mitangeklagten Margarete Will berichten. Er wurde zum Tod mit dem Strang verurteilt. Am 19 September 1734 waltete der Scharfrichter seines Amtes. Mit dem Tod des Diebes Clomann endete die Nutzung des Galgen. Zum Gedenken an die zum damaligen Recht oder Unrecht Gehenkten tranken wir den Bienenschnaps von Monika Raab.

 

 

   
     

 

 Wir verließen diesen aufgrund seiner Geschichte nicht gerade gemütlichen Ort, und begaben uns bei gutem Wanderwetter auf den Weg zum Restaurant „Zum Grünen See Eck“ Auf dem Asphaltweg dorthin starteten wir noch das traditionelle Dackelrennen. Nach harten Zweikämpfen unserer Hunde die trotz der Wanderung noch genügend Power dazu hatten, belegte „Burly“ der Hund von Fam. Lauckhardt den 1.Platz,“Herrmann“ Besitzer Gerhard Jäger den 2.Platz und „Dorle“ die Rennmaus von Gert Gliwitzki den 3.Platz. Nun knurrten allen die Mägen und wir gingen zum Restaurant. Dort hatte der Wirt für uns das beheizte Zelt reserviert. Moni teilte die Fragebogen für das Quiz bei dem alle Fragen etwas mit Hunde zu tun hatten aus. Nach dem auswerten stellte sich heraus, dass wir fast nur schlaue Mitglieder haben. Aufgrund der vielen richtigen Antworten und nur 3 zur Verfügung stehenden Präsente mussten wir die Gewinner im Losverfahren finden. Tina zog aus den richtigen Antworten 3 Gewinner heraus. Margit Schleinkofer, EvaKurkan und Andrea Jäger konnten sich über ihre Dackeltassen freuen. Inzwischen wurde das Essen serviert wodurch es schlagartig sehr ruhig im Zelt wurde. Der Wirt Rali bekam für die Gerichte große Zustimmung was ihn sehr freute. Mit manchen lustigen Gesprächen oder wie man bei uns ihn Hessen sagt“Gebabbel“ verging die Zeit und man trennte sich mit der Gewissheit eine schönen Tag mit netten Leuten verlebt zu haben.

 

Jochen Schubert